ANTWORT:
Wenn Sie Ihr Kind zu Hause lassen, wenn es uber Schlechtsein klagt,
lernt es möglicherweise ein Vermeidungsverhalten und die Symptome
treten langsam aber sicher haufiger auf. Ermuntern Sie es daher liebevoll
und bestimmt, trotz Schlechtsein in die Schule zu gehen, sich der Lehrerin
anzuvertrauen, wenn es nicht besser wird oder eventuell auch zu Hause
anzurufen. Versuchen Sie aber auf jeden Fall herauszufinden, was Ihrem
Kind Sorgen macht. Reden Sie mit der Lehrerin uber das Verhalten in
der Schule. Oft stecken hinter psychosomatischen Beschwerden Lernschwierigkeiten,
Kontaktschwierigkeiten, Ängste oder Unsicherheiten, die es zu erforschen
gilt. Unterstützend kann dabei die Beratung durch eine Schulpsychologin
sein. Falls die Beschwerden über langere Zeit bestehen, rate ich
Ihnen auf jeden Fall zu einer schulpsychologischen oder kinderpsychologischen
Untersuchung. Auch eine ärztliche Untersuchung sollte in Erwägung
gezogen werden um eventuelle organische Erkrankungen auszuschließen.